Pressemitteilung "Ladenschluss liberalisieren"

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Ladenschluss liberalisieren!
Nach einer Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) werden im Jahr 2024 weitere 5.000 Geschäfte für immer schließen.

HDE-Prognose: 5000 Geschäfte schließen 2024 für immer ihre Türen – Handelsverband Deutschland (HDE) (einzelhandel.de).

Nach dieser Prognose werden Ende 2024 46.000 Geschäfte seit 2020 aufgegeben haben. Die Kauf- und Warenhäuser machten im Jahr 2023 35 Prozent weniger Umsatz als noch vor 20 Jahren.

Der Online- und Versandhandel legte in diesem Zeitraum indessen um ca. 170 Prozent zu. Die Corona-Krise mit ihren Beschränkungen hatte ebenfalls negative Auswirkungen auf die Ladengeschäfte. Alle diese Entwicklungen beeinflussen unsere Stadtzentren. Der Hauptgrund für den Besuch der Innenstadt ist für viele Menschen nach wie vor der Einkauf. Fallen Geschäfte weg, leidet das gesamte Stadtzentrum, es droht zu veröden. Eine von mehreren Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung von Läden kann die Anpassung der Ladenöffnungszeiten sein, um bedarfsgerechtes, zeitgemäßes Einkaufen zu ermöglichen. Da Bayern
kein eigenes Ladenschlussgesetz hat, gilt nach wie vor das Bundesladenschlussgesetz aus dem Jahr 1956. Bis auf Bayern haben zwischenzeitlich alle anderen Bundesländer ihre Ladenöffnungszeiten im Rahmen des Übergangs der Gesetzgebungskompetenz selbst geregelt und liberalisiert.

„Höchste Zeit, dass auch Bayern mit bedarfsgerechten Ladenöffnungszeiten die Attraktivität seiner Innenstädte steigert“, ist der Vorsitzende der Mittelstandsunion München, Claudius Wolfrum, der Überzeugung. „Die derzeitige Diskussion zum neuen Landesgesetz sollte eine möglichst große Liberalisierung der Öffnungszeiten herbeiführen“, fordert er. Konkret will die Mittelstandsunion Öffnungszeiten für
vor allem Lebensmittelgeschäfte von Montag bis Samstag von 6 bis 22 Uhr zulassen (Bäckereien ab 5.30 h wie jetzt), an Sonn- und Feiertagen soll eine Öffnung bis 14 Uhr möglich sein. Daneben will die MUM
vier Anlass-unabhängige verkaufsoffene Sonntage im Kalenderjahr ermöglichen. Die derzeitigen Vorschriften für bestimmte Anlässe sollen also nicht mehr gelten. Souvenir-Geschäften sollen auch an Sonn- und Feiertagen ihre Waren anbieten können. Außerdem sollen verkaufsoffene Sonntage bei Großveranstaltungen wie z. B. dem Stadtgründungsfest, dem Frühlingsfest oder dem Oktoberfest eingeführt werden.

„Mit bedarfsgerechten, modernen Öffnungszeiten durch eine maßvolle Liberalisierung können wir dazu beitragen, unsere Münchner Innenstadt und die Innenstädte Bayerns attraktiv und somit zukunftsfähiger in Anbetracht der großen Konkurrenzen aufzustellen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der MUM, Thomas Schmid. „Das nutzt unserer Bevölkerung und unserer Wirtschaft“, ist er der Überzeugung.

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