Mitteilung

01.10.2016

Impressionen vom 1. Konsulats­gespräch der Mittelstands­Union München von Christoph Rohde

Der Chef der Münchner Mittel­stands­union, Thomas Schmatz, organisierte am Montag, dem 26. September 2016, ein Treffen mit dem ungarischen General­konsul in München, Herrn Gábor Tordai-Lejkó, an dem neben den Mitgliedern der Mittelstands­union auch Vertreter des bayerisch-ungarischen Forums und des Außen und Sicherheits­politschen Arbeitskreises der CSU teilnahmen.


In einem einleitenden Statement hob Thomas Schmatz die Divergenzen hervor, die derzeit im Verhältnis Deutschlands und Europas zu Ungarn vorliegen. Er, der nach der Wende mehrfach beim Aufbau einer Verwaltung als Referent und Berater in Budapest tätig war, wies allerdings auch auf die positiven Wirtschafts­kontakte hin, die zu dem Land der Magyaren vorliegen.

Nach einem erfrischenden Imagefilm über das innovative Ungarn erklärte der Generalkonsul die Politik seines Ministerpräsidenten Viktor Orbán in Bezug auf die Schließung der Grenze. Der Versuch, die Menschen, die sich nicht registrieren lassen wollten, aufzuhalten, sei nur mit Gewalt möglich gewesen. Nach dem Durchlassen der Menschen nach Österreich und Deutschland sei der Punkt erreicht gewesen, an dem der Bau eines Zaunes im Sinne europäischen Rechts unvermeidlich gewesen sei. Tordai-Lejkó wies auf das beständige Wachstum in Ungarn von 3 % in den letzten Jahren und den positiven Austausch zwischen Deutschland und den Visegrád-Staaten in Bezug auf das Handelsvolumen.

Der Konsul schloss aus, dass die Ungarn eine feste europäische Quote akzeptieren würden. Er wies auf den Geist der Ungarn im Geiste des Widerstands gegen den Kommunismus hin. Er lobt die islamische Minderheit in Ungarn, wünscht aber nicht, dass diese signifikant an Größe zunimmt.

Der Abfluss von Facharbeitern nach Deutschland nannte er als Problem und hofft, dass die in Ungarn tätigen deutschen Unternehmen die Löhne für die Mitarbeiter in Ungarn erhöhen, ohne den komparativen Kostenvorteil vollkommen abzuschaffen. Christoph Rohde vom ASP wies darauf hin, dass Ungarn mit seiner Niederlage gegen Deutschland in Bern unfreiwillig zum Aufbau der Moral des jungen Nachkriegsdeutschland beigetragen habe. Er kritisierte den dirigistischen Umgang Brüssels mit Ungarn und zeigte Verständnis für das Verhalten des Landes gegenüber Brüssel, ohne alle Maßnahmen Orbans für unbedenklich zu erklären. Weitere Fragen behandelten ökonomische Fragestellungen und sorgten für einen differenzierten und intelligent gestalteten Abend.

Dank an das Konsulat auch für den wunderbaren Rot- und Weißwein und die Lachs- und Wurst-Handreichungen. Vielen Dank an die Mittelstandsunion für diesen Abend. Ich persönlich freue mich, neben dem polnischen und russischen nun auch den ungarischen Generalkonsul kennen gelernt zu haben.

köszönöm